1 Follower
26 Ich folge
lexana

Geschichtentaucher

Ich liebe Dystopien und Jugendbücher, deshalb werde ich vorwiegend zu diesen Rezensionen schreiben

Solider Auftakt mit einigen Schwächen

Secret Fire - Die Entflammten - C.J. Daugherty, Peter Klöss, Jutta Wurm

Inhalt

Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sacha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern? (oetinger.de)

 

Meinung

Das Cover/Schutzumschlag

Viel gepriesen als besonders edel, war ich sehr gespannt auf das Buch und den Schutzumschlag. Tatsächlich ist der Metallic-Effekt ganz hübsch, trotzdem habe ich doch schon weit schönere Cover gesehen. Aber er ist interessant gestaltet und macht sich gut im Regal

Der Schreibstil/Lesefluß

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, halt ein Jugendbuch, dass auf eine jüngere Klientel angepasst ist. Deshalb lässt es sich recht flüssig lesen, obwohl ich mir gewünscht hätte, dass es an manchen Stellen einen deutlich anspruchsvolleren Satzbau aufweisen würde. Für Vielleser wie mich, vielleicht nicht so optimal. Zudem sind mir einige Fehler aufgefallen, so fehlten an einigen Stellen Wörter, die die Sätze komplettierten oder es waren Rechtschreibfehler vorhanden. Nicht viele, aber sie blieben hängen und störten den Lesefluß ein wenig. Hier hätte das Lektorat etwas besser sein müssen.

Inhalt/Charaktere

Zunächst hatte ich einige Schwierigkeiten mit den Charakteren. Sacha wirkte recht gleichgültig und lebensmüde, während Taylor zu streberhaft und langweilig daher kam. Doch Sacha gewann zunehmend meine Sympathien, derweil ich mich mit Taylor länger schwer tat. Am Ende mochte ich beide Protagonisten. Positiv hervor tat sich jedoch vor allem Taylors Sidekick Luisa, deren ruppige Art erfrischend war. Im Gegenzug dazu war Tante Annies Art herzerfrischend, so hätte ich mir die Mütter der beiden gewünscht, die leider sehr kalt auf mich wirkten.

Nun zur Handlung. Tatsächlich ist es nichts wirklich Neues, was man zu lesen bekommt. Aber diese Erwartung hatte ich auch nicht, da es unterdessen so viele Jugendbücher gibt, die sich in gewisser Weise ähneln, dass man das gar nicht mehr wirklich vermeiden kann. Im Großen und Ganzen ist die Geschichte gut verpackt und das ist die Hauptsache. Vielleicht zieht es sich am Anfang ein wenig, doch das rasante und spannende Ende punktet und macht viele langatmige Szenen wieder vergessen. 

Die zarte Liebesgeschichte, die sich entwickelt, ist niedlich, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen. Vielleicht ergibt sich das noch im zweiten Band. Ich werde ihn mir auf jeden Fall kaufen, weil ich wissen will, wie der Fluch aufgelöst wird. Wäre es ein Dreiteiler, das muss ich gestehen, hätte ich jedoch vermutlich gezögert. Denn dazu habe ich noch einige andere Dreiteiler hier stehen, die ich noch dringender lesen möchte.

 

Fazit

Ein solides Jugendbuch mit einigen Schwächen. Ich fand es unterhaltsam, aber wäre für den Preis dennoch enttäuscht gewesen, wenn ich es gekauft hätte, da es mich nicht vollends überzeugt hat. Dennoch werde ich auch den letzten Teil lesen, weil ich wissen will wie es aufgelöst wird und weil der erste Teil zum Ende hin besser wurde, was mir Hoffnung für Band 2 macht. Für anspruchsvolle Vielleser kann ich das Buch aber eher nicht empfehlen. Wer eine leichte Lektüre sucht, ist hier besser gestellt.